Alltagsmasken desinfizieren

Klar ist: Wir werden sehr viele Masken benötigen. 

Es kursieren viele Hinweise, wie man Masken desinfizieren kann, um sie mehrfach zu benutzen. 

Waschen in der Waschmaschine
Stoffmasken mit Vollwaschmittel bei mindestens 60°C waschen. Diese Methode ist als recht sicher einzuschätzen. 

In einem Topf mit Wasser aufkochen
Das Aufkochen soll das Virus zerstören. Allerdings werden Viren gegebenenfalls über den Dampf in der Küche verteilt.

Heißes Bügeln
Es kann leicht passieren, dass die Einwirkzeit zu kurz ist, oder die nötige Hitze zwischen zwei Stofflagen, bei dickem Stoff oder an den Nähten nicht durchgehend erreicht wird.

Aufhängen und abwarten
Im Prinzip reicht ein dreitägiges Hängenlassen draußen, zum Beispiel auf einer Wäscheleine. Bei Luft und Sonne hilft auch die UV-Strahlung mit, das Virus zu zerstören. Aber nach wie viel Tagen wirklich alle Viren, die sich möglicherweise auf der Maske befinden, zerstört sind, lässt sich nicht sagen.

Folgenden “Geheimtipps” absolut nicht ratsam:

Mikrowelle
Auch wenn dieser Tipp von Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt – Schutzmasken in der Mikrowelle zu desinfizieren, ist keine gute Idee. Nicht nur, dass es den Mikrowellenofen schädigen kann, weil es ähnlich wie ein Leerbetrieb ist. Sondern auch, weil es bei Masken mit Metallbügeln sogar zu Plasmaentladungen kommen kann. Diese könnten die Schutzmaske sogar in Brand setzen. Die Stadt München warnt nach einigen Feuerwehreinsätzen davor, Masken im Mikrowellenofen reinigen zu wollen. Das gilt selbst dann, wenn man ein Tasse mit Wasser zusätzlich in die Mikrowelle stellt.

Einsprühen mit Desinfektionsmittel oder Seifenlauge
Das Einsprühen kann die Schutzwirkung der Maske noch weiter herabsetzen.

Einfrieren
Einfrieren ist nicht hilfreich: Das Coronavirus ist selbst bei minus 20 °C nach dem Auftauen wieder aktiv.

UV-Lampe
Ebenfalls raten wir dringend von der Nutzung von UV-Lampen ab, wie sie beispielsweise zur Teichentkeimung genutzt werden. Die UV-C-Strahlung ist eine sehr starke Strahlung. Da sie für das Auge unsichtbar ist, kann man sehr leicht und schon nach wenigen Sekunden Horn- und Bindehaut der Augen schädigen. Auch das Bundesforschungsministerium warnt vor dem Einsatz unter Alltagsbedingungen.